
Tuukka Hytönen durfte sich feiern lassen: Der Finne in Diensten des UHC Weißenfels erzielte im Playoff-Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft am Sonntagabend das entscheidende Tor. Durch einen 5:4-Sieg gegen die DJK Holzbüttgen sicherten sich die Weißenfelser das Weiterkommen.
Der amtierende deutsche Meister machte das aber spannender, als es Spielertrainer Tim Böttcher recht sein konnte. Erst in der Overtime sorgte Hytönen für den Sieg.
Nach der knappen Niederlage vor etwas mehr als einer Woche in Holzbüttgen ging es auch in den zwei weiteren Duellen beider Bundesligisten ausgesprochen eng zu: Holzbüttgen benötigte nach dem Auftaktsieg gemäß dem Modus „Best of three“ nur noch einen Sieg, um das Halbfinale zu erreichen.
Geholfen hatte dabei nicht nur eine konzentrierte Mannschaftsleistung, sondern auch die Kulisse: „Ich war angenehm überrascht“, sagte UHC-Coach Tim Böttcher mit Blick auf die Unterstützung in der Sporthalle West. Mehr als 300 Floorballfans hatten schon am Samstag das erste Spiel zwischen dem UHC und der DJK gesehen. Im zweiten Viertelfinalduell hatten die Gäste den besseren Start erwischt: Mit 0:2 lag der UHC nach etwas mehr als einer Viertelstunde zurück. Markuss Janusevskis verkürzte kurz vor Ende des ersten Drittel für die Gastgeber.
Erstmals in Führung gingen die Weißenfelser dann Mitte des zweiten Abschnitts. Erneut war es Janusevskis, der für die Gastgeber zum zwischenzeitlichen 4:3 traf. Zu Beginn des letzten Durchgangs kam die DJK allerdings erneut zum Ausgleich. Mit der Schlusssekunde war dann aber Hytönen zur Stelle. Von halblinks traf er aus circa neun Metern Torentfernung ins kurze Eck zum 6:5-Endstand. Schon im zweiten Duell mit Holzbüttgen war der junge Finne also der entscheidende Mann.
Darüber freute sich auch Tim Böttcher. Für den Coach war aber das Auftreten der gesamten Mannschaft für das Weiterkommen ausschlaggebend. „Wir wollten Holzbüttgen in beiden Partien auch konditionell fordern“, erwähnte Tim Böttcher.
Die Weißenfelser wollten im Vergleich zum ersten Duell den Gegner früher stören. Der Plan war, Holzbüttgen in Bewegung zu halten. Das gelang zur Freude der zahlreichen UHC-Fans in der Sporthalle West.
Im Playoff-Halbfinale um die Meisterschaft bekommt es der UHC mit dem ETV Hamburg zu tun. Die Hanseaten setzten sich gegen die Floorfighters Chemnitz durch. Ebenfalls im Entscheidungsspiel sicherte sich der SC DHFK Leipzig das Weiterkommen gegen die Dragons Bonn. Lediglich Hauptrundensieger MFBC Leipzig konnte sich in zwei Partien gegen Dresden durchsetzen.
*Nico Grünke ist freiberuflicher Journalist. Sein Beitrag erschien am 7. April 2026 in der Mitteldeutschen Zeitung Weißenfels